13.05.2021
„Schaut hin. Gebt Zuflucht.”
Politisches Nachtgebet beim ÖKT

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Bald ist Ökumenischer Kirchentag (ÖKT) – und wir laden euch ganz herzlich zum Politischen Nachtgebet am 13. Mai um 19 Uhr ein.

In diesem Gottesdienst geht es um Kirchenasyl. Hunderte Kirchengemeinden in Deutschland gewähren Flüchtlingen Schutz, um sie vor einer lebensgefährlichen Abschiebung zu bewahren. Kirchenasyl ist das letzte Mittel, wenn der Rechtsstaat versagt und eine Kirchengemeinde es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, einen schutzsuchenden Menschen seinem Schicksal zu überlassen. Doch die Tradition des Kirchenasyls steht unter Druck. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erkennt seit 2016 diese Härtefälle fast nicht mehr an. Stattdessen werden Pfarrer*innen, Priester oder Ordensangehörige kriminalisiert.

Mit diesem Gottesdienst möchten wir alle stärken, die solidarisch handeln statt wegzusehen.

Im Gebet wenden wir uns an Gott – und wollen gemeinsam auch ein öffentliches Zeichen für Barmherzigkeit setzen. Lasst uns hinsehen, wo die Menschenwürde und die Menschenrechte in Gefahr sind! Wir stellen uns hinter alle Gemeinden, die geflüchteten Menschen helfen und Kirchenasyl gewähren. Unsere Kirchen müssen Zufluchtsorte bleiben. Von unseren Kirchenleitungen erwarten wir, dass sie das Kirchenasyl weiterhin entschieden verteidigen.

Mitwirkende sind:
Pfarrerin Lioba Diez, Spirit & Soul, Projekt für engagierte Spiritualität, Berlin-Neukölln;
Pfarrerin Christina Biere, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, Dortmund;
Bruder Abraham, Mönch im Kloster Münsterschwarzach, engagiert sich für Geflüchtete u.a. durch Kirchenasyl;
Heribert Prantl, Autor und Kolumnist, Süddeutsche Zeitung.
Begleitet werden wir von der Musikerin Judy Bailey.

Ein Webinar der Vorbereitungsgruppe Politisches Nachtgebet in Zusammenarbeit von BAG Asyl in der Kirche, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Pro Asyl, Spirit & Soul. Technische Umsetzung Sven Giegold MdEP & Team.

Zur Anmeldung geht’s hier. Wir freuen uns über eure Teilnahme!

Die Kollekte erbitten wir für den Rechtshilfefonds der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. Wenn nach Kirchenasylen Geldbußen gezahlt werden müssen, stehen die Betroffenen mit diesen Strafen oft alleine da und müssen sie über viele Monate mühsam abzahlen. Mit diesem neuen Fonds möchten wir geflüchtete Menschen speziell in solchen Situationen unterstützen.

Was können wir tun? Wir fragen das nicht nur, sondern schlagen auch etwas vor: Kurz vor den Bundestagswahlen bitten wir Euch, an die Kandidat*innen für das Amt der Bundeskanzlerin / des Bundeskanzlers Frau Baerbock, Herrn Laschet und Herrn Scholz zu schreiben und sie nach ihrer Haltung zum Kirchenasyl zu fragen:
Was bedeutet Ihnen die Tradition des Kirchenasyls?
Werden Sie sich für geänderte Entscheidungskriterien einsetzen, damit Härtefälle wieder anerkannt werden?
Wie stehen Sie dazu, dass zunehmend Menschen vor Gericht stehen, weil sie Geflüchtete vor Leid und Lebensgefahr bewahren?
Eine Briefvorlage findet ihr unter dieser Internetadresse:

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