11.01.2019
Newsletter 01/2019

Berlin, den 11.01.2019

Liebe Freund*innen der Kirchenasylbewegung,

 

wir wünschen Ihnen und Euch allen ein frohes neues Jahr und hoffen weiterhin auf gute Lösungen für alle Menschen im Kirchenasyl. In der Zusammenstellung der Presseartikel von Dezember 2018 dominiert die Berichterstattung über den „Dauergottesdienst“ in Den Haag, der es sogar in die zdf-Nachrichten schaffte. Zum Nachhören gibt es das Interview mit unserer Vorsitzenden Dietlind Jochims aus der SWR2 Matinee vom 23.12.18 zum Thema Herberge.

Den aktuellen Stand der Kirchenasyl-Statistik, Pressemitteilungen und News finden Sie auf unserer Homepage unter www.kirchenasyl.de.

Wenn Sie die Artikel, die wir im „Pressespiegel“ zusammengestellt lesen möchten, folgen Sie bitte einfach dem markierten Link auf die Website. Sollten Sie Veranstaltungen organisieren, die von Interesse sein könnten und die wir auf unserer Homepage und im Newsletter bewerben sollen, schreiben Sie uns bitte an info@kirchenasyl.de.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Genia Schenke Plisch
Ulrike La Gro

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I. Aktuelle Statistik

Aktuell zum 11.01.2019

Wir wissen zurzeit von 532 aktiven Kirchenasylen mit mindestens 855 Personen, davon sind etwa 190 Kinder. 486 der Kirchenasyle sind sogenannte Dublin Fälle.

 

II. Pressespiegel*

04.12.18 Stttuuuttgarter Nachrichten

Kirchenasyl in Den Haag – Dauergebet statt Abschiebung

Die Gemeinde der Bethelkirche in Den Haag hört nicht mehr auf zu singen und zu beten. Mit einem Dauergottesdienst soll die fünfköpfige Familie Tamrazyan vor der Abschiebung nach Armenien verhindert werden.

04.12.18 Die Zeit

Türchen auf: Geschichten aus dem Kirchenasyl

Als in der Nacht die Beamten kamen, um sie nach Bulgarien abzuschieben, wäre die syrische Familie Haddad fast zerbrochen: Der Vater erlitt einen Kollaps, zwei Kinder rannten weg und blieben tagelang verschwunden.

14.12.18 Neue Züricher Zeitung

Mit einem Nonstop-Gottesdienst verhindert eine niederländische Gemeinde die Abschiebung von Flüchtlingen

Seit 49 Tagen halten Geistliche in Den Haag einen Gottesdienst – ohne Pause. Damit konnten sie bis jetzt die Abschiebung einer armenischen Familie erfolgreich verhindern.

15.12.18 nordbayern.de
Behörden-Wirrwar: Äthiopisches Paar steckt in Erlangen fest

Flüchtlinge können Kirchenasyl nicht verlassen, weil eine Unterschrift fehlt

21.12.18 insuedthueringen.de

21 Geflüchtete im Land zu Weihnachten im Kirchenasyl

In Thüringen verbringen in diesem Jahr 21 geflüchtete Frauen, Männer und Kinder das Weihnachtsfest im Kirchenasyl der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM).

24.12.18 Hamburger Abendblatt

Kloster Nütschau: Zweite Chance für Flüchtlinge

Benediktinerorden gewährt Menschen in Nütschau bei Bad Oldesloe Unterschlupf und ermöglicht ihnen so einen Neuanfang.

25.12.18 Der Spiegel

Kirchenasyl für Flüchtlinge in Den Haag: „Für sie geht es um Leben und Tod“

Die Bethel-Kapelle in Den Haag hält seit Monaten einen Non-Stop-Gottesdienst ab – damit eine Flüchtlingsfamilie im Kirchenasyl nicht abgeschoben wird. Organisator Theo Hettema über besondere Nächstenliebe.

26.12.18 Süddeutsche Zeitung

Kirchenasyl – Ein Appell in größter Not

Kirchenasyl ist eine Zumutung für den Rechtsstaat. Da glauben einige Christen, dem Staat erklären zu müssen, wen er schützen soll, und nehmen sich ein Sonderrecht heraus: Sie beherbergen Flüchtlinge, weil der Staat es nicht wagt, seine Polizei in Pfarrhäuser zu schicken.

28.12.18 Bayrischer Rundfunk

Immer weniger Kirchenasyl: Zu hohe Belastung für Gemeinden?

Rund 100 Menschen sind derzeit in Bayern im Kirchenasyl. Doch Kirchenasyl ist seit dem Sommer für Gemeinden eine echte Belastungsprobe geworden. Denn für sogenannte „Dublin Fälle“ kann der Aufenthalt im Kirchenasyl bis zu 18 Monate dauern.

30.11.18 Hannoversche Zeitung

Nach 15 Monaten Kirchenasyl: IS-Flüchtling darf bleiben

Nach langem Hin und Her hat der 22-jährige irakische Jeside Husam Qemas Aufenthaltspapiere erhalten. 15 Monate lang hat er Zuflucht in der Kirchengemeinde Gladebeck (Kreis Northeim) gefunden. Nun beginnt sein Asylverfahren in Deutschland.

 

* Hinweis: Bei den kursiv gedruckten, zitierten Sätzen handelt es sich teilweise um die Anfänge einer Auswahl von Artikeln, die sich in den letzten Wochen mit dem Thema Kirchenasyl beschäftigt haben. Sie geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wider. Die Hyperlinks der Überschriften verweisen auf die Quellen, sie sind für ihre Inhalte selbst verantwortlich. Am Erscheinungstag des Newsletters waren alle noch aktuell und zugänglich.

III. Hinweise

III.I Buchtipps zum Jahresanfang

Zum neuen Jahr empfehlen wir zwei Bücher, die Ende 2018 veröffentlicht wurden. Sie geben Einblick in die Situation von Geflüchteten in Deutschland, einmal aus der Perspektive von Jugendlichen, einmal aus der von Frauen*.

  1. „Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation“

Im Rahmen der Initiative “Jugendliche ohne Grenzen ” ist ein Buch entstanden, in dem geflüchtete Jugendliche selbst das Wort ergreifen: Sie blicken in diesem Band auf die Jugendhilfe, auf alles, was nur scheinbar helfend für die geflüchteten Kinder und Jugendliche zur Verfügung steht, schreiben über Ausgrenzung und Rassismus und über ihre Träume und Hoffnungen.

Jugendliche ohne Grenzen schreiben selbst über ihr Buch:

„Vieles wurde und wird über uns – Jugendliche ohne Grenzen – und junge Geflüchtete geschrieben. Selten aber gestalten wir den Prozess federführend. Anfang des Jahres wurden wir von Dorothea Zimmermannn und Silke Brigitta Gahleitner gefragt, ob wir in der Buchreihe „Fluchtaspekte“ direkt zu Wort kommen wollen und haben zugesagt.In Workshops haben wir dann über verschiedenen Themen ie Schule,TherapieEmpowerment und Selbstorganisation gesprochen, uns unsere Lebensgeschichten erzählt und uns über unsere Erfahrungen – die guten und die schlechten – ausgetauscht. Es waren viele sehr emotionale Momente.  Diese unterschiedlichen Erzählungen sind im Buch zusammengefasst und veröffentlicht worden. Wir sind stolz und glücklich über unser Buch und hoffen, euch und Ihnen gefällt es auch.“

Das Buch erscheint im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht und kostet 15 Euro

 

  1. „Uns gibt es, wir sind hier“

 

Die selbstorganisierte Frauen*gruppe „International Women Space“ hat ihr zweites Buch veröffentlicht, in dem geflüchtete Frauen* selbst zu Wort kommen. Die Gruppe schreibt darüber:

 

„UNS GIBT ES, WIR SIND HIER enthält acht Geschichten. Geschichten, die wütend machen und entmutigen, aber genauso Geschichten, die ermächtigen und aufbauen. Geschichten über die Erfahrungen von Frauen, die in Libyen Opfer von Menschenhandel und zur Prostitution gezwungen wurden; von Flucht vor staatlicher und gesellschaftlicher  Unterdrückung in Ägypten, Syrien und dem Iran; von Verfolgung auf Grund von akademischem Aktivismus in der Türkei oder auf Grund von Drogenabhängigkeit in Russland; Frauen, die ihres Rechts auf Selbstbestimmung beraubt wurden; Frauen, die sich der Abschiebung widersetzt haben und täglich gegen Rassismus und rassistische Strukturen in Deutschland kämpfen.“

 

Die Gruppe hat das Buch selbst gedruckt und es kann auf Ihrer Homepage bestellt werden

 

 III.II Termine

19.-23.06.19

Dortmund

 

BAG auf dem Markt der Möglichkeiten beim evangelischen Kirchentag

13.-15.09.19

Frankfurt/Main

Jahrestagung der BAG Asyl in der Kirche

 

 Hier gibt es den Newsletter als pdf

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