07.05.2015
Neuigkeiten in der Handhabung von Kirchenasyl

Im Frühjahr 2015 haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und leitende Vertreter der Kirchen vereinbart, dass die Praxis des Kirchenasyls sich teilweise verändern soll.

Neu ist, dass nun die Gemeinden ihre Kirchenasyle nicht nur direkt an das BAMF weiterleiten, sondern auch die Ansprechpartner_innen für Kirchenasyl ihrer Landeskirchen/Diözesen darüber informieren.

Darüber hinaus haben Kirchengemeinden – schon bevor es zu einem Kirchenasyl kommt – die Möglichkeit, besondere Härtefälle bei dem/der Ansprechpartner_in ihrer Landeskirche/Diözese einzureichen. Dazu ist es wichtig, alle Dokumente, die die „Härte des Falls“ aufzeigen, zusammen zu tragen. Sie werden dann von den jeweiligen Ansprechpartner_innen an das BAMF weitergeleitet.

Die Ansprechpartner in den Landeskirchen/Diözesen finden Sie hier:

  • Zentrale Ansprechpartner der Evangelischen Landeskirchen
    Den bundesweiten zentralen Ansprechpartner der Vereinigung Evangelischer Freikirchen finden Sie am Ende der Liste der EKD. 
  • Bei Kirchenasylen in katholischen Gemeinden gibt das jeweils zuständige katholische Länderbüro Auskunft darüber, wer Ansprechpartner der katholischen Kirche ist.

Inzwischen steht fest, dass das BAMF Menschen im Kirchenasyl auch in „Dublin III“-Fällen nicht für „flüchtig“ erklärt. Das bedeutet, dass Deutschland nach 6 Monaten für das Aufenthaltsverfahren zuständig wird.

 

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