Dankespredigt zum erfolgreichen Kirchenasly in Bad Schussenried

Am Sonntag, den 9. April 2006, wurde in der Evangelischen Christuskirche Bad Schussenried ein "Dankgottesdienst" zum Ende des erfolgreichen Kirchenasyls für Familie Abdullahad gefeiert. Die Predigt hielt Pfarrer i.R. Horst Oberkampf, der in der Zeit von 1985 – 2005 Gemeindepfarrer in Bad Schussenried und mit verantwortlich für die Durchführung des Kirchenasyls im Jahr 2000 war.

Liebe Mitmenschen und Freunde! Liebe Mitchristinnen und liebe Mitchristen!

Ein Jahr ist es her, dass meine Frau und ich hier in der Christuskirche in einer für uns unvergesslichen Feier verabschiedet wurden. Heute, fast genau ein Jahr später darf ich hier stehen und sagen: Es ist ein schöner Tag für uns alle, ein Tag, auf den viele von uns gewartet haben! Seit einigen Wochen haben wir endlich die Gewissheit, dass unser Kirchenasyl vom Jahr 2000 mit den fünf folgenden Jahren kurz vor Weihnachten im Jahr 2005 zu Ende ging. Najah Abdullahad und ihre Kinder Denis, Salem und Jimmy dürfen rechtmäßig hier bleiben und können nicht nach Syrien abgeschoben werden. Sie haben ihre "befristete Aufenthaltserlaubnis" und ihre Ersatzpässe bekommen, mit denen sie in ganz Deutschland reisen können. Seither durften sie den Landkreis Biberach nicht verlassen. Der nächste und damit auch letzte Schritt ist dann noch die "unbefristete Niederlassungserlaubnis", die der Familie nach Ablauf von bestimmten Fristen von der Ausländerbehörde ausgehändigt wird. Und dieses Event haben wir gestern mit einem Fest gefeiert und wollen es heute auch in unserem Dankgottesdienst entsprechend würdigen.

Ich denke, wir alle, Unterstützer und Helferinnen, Kirchengemeinde und vor allem unsere Familie Abdullahad dürfen froh und dankbar sein, dass alles Hoffen und Bangen und alle Anstrengungen der letzten Jahre sich gelohnt haben. Ich freue mich für die Familie, dass sie jetzt endlich wieder durchatmen kann, dass alle Angst und Ungewissheit der letzten 14 Jahre abgelöst werden durch neue Hoffnung und Zuversicht, denn so lange dauerte dieser Weg durch die Instanzen mit dem Höhepunkt des Kirchenasyls. Ein neuer Wegabschnitt, eine neue Etappe Eures Lebens beginnt für Euch, liebe Familie Abdullahad. Und ich darf Euch sagen, aber das wisst ihr und spürt ihr: Ihr habt viele Freunde gewonnen, die Euch in den letzten Jahren in ihre Mitte genommen und die euch begleitet haben. Wir dürfen heute sagen: Wir sind am Ziel! Wer hätte das im Jahr 2000 gedacht? Klar, wir hatten dieses Ziel immer vor Augen und wir haben daran geglaubt. Das war wichtig!

Es gab Situationen in den letzten Jahren, vor allem auch beim eigentlichen Kirchenasyl, das von Februar bis Dezember 2000 dauerte, wo wir ganz klein wurden und unsere Hoffnung schwinden sahen. Ohnmächtig fühlten wir uns manches mal den staatlichen Behörden und den politischen Entscheidern gegenüber, die uns, so hatten wir das Gefühl, keinen Schritt entgegen kamen, die sich zurückzogen auf ihre gesetzlichen Bestimmungen, die nichts von ihrem Ermessensspielraum ausnützen wollten, die nur das Gesetz sprechen ließen. Und doch, wir ließen uns nicht unterkriegen, weil wir an die tiefe Wahrheit jenes Liedes glaubten, das mir damals so oft durch den Kopf ging: "Einsam bist du klein, aber gemeinsam können wir Anwalt des Lebendigen sein, einsam bist du klein". Gemeinsam Anwalt des Lebendigen sein – das war es, was uns immer wieder stark gemacht hatte gerade dann, wenn Enttäuschungen und Ohnmachtsgefühle sich breit machten.

Zur Erinnerung: Familie Abdullahad stammt aus Syrien, genauer aus Nordsyrien, aus Malkie an der syrisch-irakischen Grenze gelegen. Bei meinen Besuchen im Nordirak in den Jahren 1997 und 1999 besuchte ich auch diese Stadt, weil der inoffizielle Grenzübergang, den ich benutzte, ganz in der Nähe von Malkie lag. Die Mitglieder der Familie sind Christen; sie gehören zur syrisch orthodoxen Kirche, einer der ältesten Kirchen der ökumenischen Bewegung weltweit. Abdullahads haben die syrische Staatsbürgerschaft, sind aber ethnisch gesehen keine Araber, sondern Aramäer. Ihre Liturgiesprache ist das Aramäische, ein Dialekt der Muttersprache Jesu. Die Familie floh aus Syrien, als der Ehemann von Najah und der Vater der fünf Kinder aus politischen Gründen erschossen wurde und die Familie bedroht wurde. Sie ließen ihre Heimat hinter sich und flohen nach Deutschland, wo sie Aufnahme bei den Eltern in Bad Schussenried fanden.

Über das Asylrecht war ein Bleiberecht nicht möglich. Am Ende stand die Abschiebung im November 1999. Die Familie tauchte unter. Hier handelten wir, weil wir nicht verstehen konnten, dass die Familie, die wir gut kannten, nach diesen Erfahrungen und in dieser Situation nach Syrien zurück konnte und sollte. Die Familie nahm mit uns Kontakt auf und bat um Kirchenasyl, das wir ihr im Januar 2000 gewährten.

Wenn ich an unser Kirchenasyl zurückdenke erinnere ich mich an Vieles. Drei Situationen sind mir besonders präsent:

  • Es war während unserer Kinderwoche im Jahr unseres Kirchenasyls. In der Mitte dieser Kinderwoche beschäftigten wir uns mit dem Thema Fremde, Kirchenasyl und Angst vor Abschiebung. Eine Gruppe bereitete ein langes Seil vor. Als es dunkel wurde, machten Kinder und Erwachsene eine Menschenkette um die Christuskirche, sie legten das Seil gleichsam um die Kirche und hielten sich daran fest. Jeder hatte eine brennende Kerze in der Hand und wir sangen miteinander: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern". Es war für mich eine bewegende Szene und eine starke symbolische Handlung von Kindern und Erwachsenen. Und die Botschaft war eindeutig: Wir lassen Euch nicht los, wir halten euch fest – gemeinsam sind wir eine starke Kraft, die Gott uns mit gegeben hat und die wir für euch einsetzen werden

  • Eine zweite Situation, die sich bei mir nachhaltig festgesetzt hat, war der Besuch von unseren damaligen drei Bundestagsabgeordneten im Kirchenasyl. Es war sicher das erste Mal, dass Bundestagsabgeordnete eine Familie im Kirchenasyl besuchten. Und dann saßen sie der Familie gegenüber und konnten sich selber ein Bild machen. Sie hörten zu und nahmen Anteil an dem Ergehen der Familie. Am Ende dieses Besuches stand die Erkenntnis: "Da müssen wir etwas tun". Und sie haben einen Brief an den Innenminister nach Stuttgart geschrieben und haben auch sonst ihre politischen Beziehungen eingesetzt. Auf den ersten Besuch geht das offizielle Ende des Kirchenasyls zurück. Die rechtliche Situation hatte sich noch nicht geändert. Eine Aufenthaltsgenehmigung gab es nicht. Wir luden unsere Abgeordneten zwei Jahre später noch einmal zu uns ein und trugen unsere Anliegen vor. Wir hatten in ihnen gute Verbündete und das gab uns Auftrieb.

  • Und noch eine dritte Situation hat sich bei mir eingeprägt. Denis wollte ihre Abschlussprüfung in der Hauptschule Klasse 9 machen. Aber nun saß sie im Kirchenasyl und hätte in der Schule schreiben müssen. Sie durfte aber die Kirche nicht verlassen. Die Polizei hätte sie schnappen und abschieben können oder wenn sie davon gehört hätte, hätte sie ohne weiteres in der Prüfung abgeholt werden können. Was sollten wir machen? Können wir es verantworten, Denis einige Tage lang immer wieder zur Schule gehen zu lassen? Macht die Schule mit, könnten wir uns verbünden. Wir nahmen mit der Leitung der Schule Kontakt auf. Der Unterstützerkreis entschied sich dann dafür, Denis in Begleitung von Mitgliedern des Unterstützerkreises zur Schule zu bringen. Die Leitung der Schule verbündete sich mit uns. Notfallplanungen für den Ernstfall wurden vorbereitet: Was tun wir, wenn...? Heiße und aufregende Tage waren das; die Schule spielte mit, sie zeigte Flagge. Gemeinsam haben wir es durchgezogen. Es blieb alles ruhig, Gott sei's gedankt. Und Denis schrieb eine gute Prüfung!

Das waren nur drei von vielen Situationen, liebe Freunde, die etwas von der Atmosphäre und von den Aufregungen im Kirchenasyl damals widerspiegelten. Ich könnte noch weitere erzählen. Fragen begleiteten uns ständig: Was machen wir, wenn die Polizei vor der Tür steht? Kirche ist ja kein rechtsfreier Raum. Öffnen wir die Tür oder was machen wir? Was passiert, was leider in jenen Tagen anderswo vorkam, wenn rechtsgerichtete oder ausländerfeindliche Aktionen geplant werden? In der Presse wurde ja immer wieder über unser Kirchenasyl berichtet. Zum Glück wurden wir davor verschont, aber die Angst davor war allgegenwärtig. Und dann die Sorge: Wie geht es Meshlin, der ältesten Tochter der Familie, die im Dezember 2004 abgeschoben wurde, als die Polizei in der Frühe die angedrohte Abschiebung ausführte? Die Wohnung war leer, als die Polizei kam. Familienangehörige waren untergetaucht, Meshlin wurde in Bad Buchau von der Polizei in einer anderen Wohnung entdeckt – sie stand kurz vor ihrer Heirat – mittags saß sie am gleichen Tag schon im Flugzeug nach Damaskus. Wir konnten nicht mehr reagieren. So schnell ging das alles. Meshlin hatte eine schwierige Zeit zu bestehen, bis sie dann endlich ein Jahr später wieder einreisen konnte.

Ich möchte von dieser Stelle aus allen ganz herzlich danken, die uns auf unserem Weg unterstützt, begleitet und auch ermutigt haben, der Familie Najah Abdullahad Schutz zu geben - von unserem ökumenischen und überparteilichen Unterstützerkreis angefangen über unseren Rechtsanwalt aus Tübingen, unseren Freunden im Diakonischen Werk von unserer Landeskirche bis hin zu den Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises, den ärztlichen und pädagogischen Fachleuten, der Presse, den Behörden, unseren Kirchengemeinderäten, den Arbeits- und Wohnungsanbietern und den Weggefährten und Weggefährtinnen, die uns mit Spenden und aufmunternden Worten begleiteten. Wären Sie nicht gewesen, wäre unser Eintreten für Menschen in Not nicht möglich gewesen!

In den letzten Wochen habe ich mich manches Mal gefragt: Was hat uns gehalten, was hat uns nach vorne blicken lassen, was hat uns durchhalten lassen statt aufzugeben? Ich denke, es hängt ganz stark mit unserem Glauben zusammen. Der Gott, auf den wir unser Vertrauen setzen, auf den unser Glaube gegründet ist, ist doch ein Gott des Lebens – wie ein roter Faden zieht sich das durch das erste und zweite Testament unserer Bibel. Gott ist ein Liebhaber und kein Spielverderber des Lebens Und dann haben wir als seine Nachfolger, als seine Freunde und Freundinnen, gleichsam als sein Bodenpersonal einen eminent wichtigen Auftrag für unsere Welt und für unsere Mitmenschen. Wir haben davon vorhin in der Schriftlesung aus Matthäus 25 gehört: "Alles was ihr tut einem unter diesen meinen geringsten Brüdern oder Schwestern, das habt ihr mir getan", sagt Jesus. Unsere bunten Fenster in der Kirche erinnern uns ständig und sichtbar an diesen Auftrag. An anderen Stellen unserer Bibel wird das noch anders formuliert und doch geht es um das gleiche – mit meinen Worten gesagt: Es geht um die Bewahrung des Menschlichen, es geht um den Menschen, der aufrecht und nicht verbogen leben soll und darf.

Ich möchte uns heute Morgen an eine Aussage aus dem 1. Korintherbrief Kap. 16 erinnern, in der der Apostel knapp und präzise unseren Auftrag so formuliert: "Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark" (1. Kor.16, 13). Ich denke, ein starkes Wort, ein Wort, das sagt, was Sache ist. Deshalb war und ist dieses Wort für mich schon immer sehr wichtig gewesen. Einige Einsichten, liebe Freunde und Freundinnen möchte ich aus den gemachten Erfahrungen rund um unser Kirchenasyl am Schluss unseres Weges fest halten.

1. Eine erste Einsicht: Was wir getan haben, war nicht legal, aber legitim. Es gibt Situationen, in denen mein Gewissen so herausgefordert wird, dass ich mit der staatlichen Gesetzgebung in Kollision kommen kann. In ethischen Fragen und Entscheidungen ist dies heute bestimmt eine der schwierigsten Konflikte und Spannungen, die wir aushalten müssen. Beim Kirchenasyl wurde dies für mich sehr augenfällig. Und wenn da und dort in Gemeinden Kirchenasyle durchgeführt wurden und auch noch werden, dann machen die doch deutlich, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Verantwortlichen legen gleichsam ihren Finger auf wunde Stellen und wollen die Gerichte und Politiker auf gesetzliche oder humanitäre Defizite aufmerksam machen. "Wachet, seid wachsam", will Paulus uns einschärfen.

Im Jahr unseres Kirchenasyls sagte ein Innenminister aus einem unserer Bundesländer in einem Interview: "Die Gemeinden machen den Flüchtlingen falsche Hoffnungen, denn es handelt sich ausschließlich um Menschen, die keinen Anspruch auf Asyl haben. Die Flüchtlinge begeben sich also in ein selbst gewähltes Gefängnis, ohne Aussicht auf Legalisierung. Durch das Kirchenasyl kann nun einmal kein neuer Rechtstatbestand geschaffen werden". Ich möchte dem Herrn Innenminister entgegen halten: Herr Minister, da irren Sie! Seit Mitte der achtziger Jahre suchten etwa 3000 Menschen Schutz im Kirchenasyl. Rund 70 % von ihnen erhielten mit Hilfe der Gemeinden doch noch vorübergehendes oder auch dauerhaftes Bleiberecht. Und heute ist wieder eine Familie ans Ziel gekommen!

2. Eine zweite Einsicht: Durch unser Handeln als Christen kommen wir manches mal mit dem Staat in Konflikt, der auf die Einhaltung der Rechtsordnung achten muss; wir als Kirchen müssen auf die Menschen achten, die durchs Sieb fallen oder in Not kommen oder in Ängste gestürzt werden, verursacht wiederum durch unsere Rechtsordnungen, die von unseren Politikern beschlossen werden und zu verantworten sind. Dass wir uns richtig verstehen: Der Staat hat natürlich genauso die Aufgabe, auch auf diese Menschen zu achten und es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass sie in solche Situationen kommen. Wir wünschen uns alle einen Staat mit einem menschlichen Gesicht!

In den zurückliegenden Monaten und Jahren merkte ich aber des öfteren, wie eng oft Gesetze im Asylbereich ausgelegt werden. Hier gilt oft mehr der Buchstabe und dahinter verschwindet zu schnell der Mensch. Und dabei steht doch hinter jeder Akte ein Mensch! Ich habe Sorge, dass praktizierte Zivilcourage hier und an anderen Orten durch diese oft zu engen Gesetze und ihre Auslegung zerstört wird. Und wo kommen wir hin, wenn in unserer Gesellschaft keine Zivilcourage mehr praktiziert wird? Paulus sagte: Seid mutig und seid stark". Bundestagspräsident Thierse sagte damals in seiner Rede zum 20. Juli 2000: "Ich rufe die Bürger und Bürgerinnen zu mehr Zivilcourage auf". Ein guter Satz, wie ich finde. Wo aber bleibt die Zivilcourage unserer Politiker, egal welcher Partei sie angehören? Konstantin Wecker singt mit Blick auf die Bürger und Bürgerinnen in einem seiner Protestsongs sehr richtig: "Steh auf, misch dich ein: Sag nein!"

3. Eine dritte Einsicht: Gottesdienst am Sonntag hört nicht an der Kirchentür auf, sondern findet dort seine Fortsetzung, wo ich die Kirchentüre hinter mir lasse, und Sonntag und Werktag zusammenschließe. Unsere Worte müssen sich im Alltag der Welt bewähren, dort, wo Menschen leben. Zeitgenossen messen uns Christen heute mehr denn je an unserer Glaubwürdigkeit. Und wenn es um Kirchenasyl geht, dann wissen wir uns in der jüdisch christlichen Tradition zu Hause, in der schon seit altersher der Kirchenraum Zufluchtsort für Menschen war, die in ihrer Angst und Ausweglosigkeit nicht mehr wussten, wohin. Sie flohen in die Gotteshäuser und Kirchen. Da heißt es dann im Alten, im Ersten Testament ganz schlicht, aber klar: "Liebe den Fremden!"

Was wir getan haben, liebe Freunde, war und ist eigentlich nichts Außergewöhnliches, nur das Selbstverständliche, weil es um die Menschlichkeit ging: Wir halfen einer Familie. Mehr taten wir nicht, aber auch nicht weniger! Ich bin froh und dankbar, dass wir uns dazu gegenseitig ermutigt haben. Wir traten für Menschen heute ein. Und wir haben mit unserer Hoffnung der Menschlichkeit zum Sieg verholfen, die auf dem Spiel stand. Paulus schärft uns ein, wenn ich das nochmals mit meinen Worten wiederholen darf:

Haltet eure Augen offen, seid wachsam -

rechnet mit der Kraft von oben, damit ihr in den Niederungen dieser Welt Anwalt des Lebendigen seid -

steht auf, seid mutig, zeigt Zivilcourage.

Gott befohlen! Amen.


Pfarrer i.R. Horst Oberkampf, Kaspar-Koler-Weg 13, 88348 Bad Saulgau –
email:
ho@nordirak-turabdin.de