Aktuelle Zahlen:
Kirchenasyle bundesweit


Wir wissen zur Zeit bundesweit von 14 Kirchenasylen mit mindestens 20 Personen. Hinzu kommen vermutlich weitere stille Kirchenasyle.

Kirchenasyle im Jahr 2010

Insgesamt sind für das Jahr 2010 31 Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet (zum Vergleich: 27 Kirchenasyle in 2009).
 
21 Kirchenasyle wurden im Jahr 2010 neu begonnen, 14 Kirchenasyle wurden beendet, davon 13 mit positivem Ausgang (d.h. mindestens mit einer Duldung). In einem Fall tauchten die betreffenden Personen unter, bevor eine Lösung der Situation erreicht worden war. Die im Vorjahr begonnene Entwicklung setzte sich fort, dass Kirchenasyle dazu beitrugen, Rückschiebungen innerhalb Europas nach der sog. Dublin II-Verordnung zu verhindern. In einem dieser Fälle wurde während der Zeit des Kirchenasyls ein Kind geboren. Eines der Kirchenasyle wurde während seines Verlaufs von einem Bundesland in ein anderes verlegt.
 
Mindestens 21 evangelische und 3 katholische Gemeinden, eine reformierte, eine ökumenische und eine evangelisch-freikirchliche baptistische Gemeinde, ein evangelischer Kirchenkreis sowie ein ökumenisches Netzwerk gewährten mindestens 66 Personen Zuflucht, darunter waren mindestens 25 Kinder und Jugendliche.
 
Hinzu kommen weitere stille Kirchenasyle, für die genaue Angaben naturgemäß schwieriger sind. Des Weiteren beherbergten viele Gemeinden – über die als Kirchenasyl öffentlich gemachten Fälle hinaus – vorübergehend Flüchtlinge in Gästewohnungen.

Tabelle 1/2010: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin 7
Brandenburg 1
Bremen 1
Hamburg 3
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen 6
Nordrhein-Westfalen 10
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen 1
Sachsen-Anhalt 2
Schleswig-Holstein
Thüringen 1
Gesamt 31 (davon 1 bundesländer-
übergreifender Fall)


Tabelle 2/2010: Herkunftsländer

Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Syrien (Yeziden/Kurden516
Türkei (Kurden)58
Kosovo (Roma/Ashkali)413
Tschetschenien26
Armenien26
Irak22
Togo12
Nigeria12
Niger11
Eritrea11
Guinea11
Afrika (ohne nähere Angabe)11
Afghanistan14
Pakistan11
Nepal11
Vietnam11
Ohne Angabe11


Tabelle 3/2010: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des Kirchenasyls: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
0
Anerkennung wegen politischer Verfolgung §51 AuslG/ §60 Abs 1 AufenthG, sog. kleines Asyl1
Aufenthaltserlaubnis wegen positiver Entscheidung der Härtefallkommission (§23a AufenthG)1
Aufenthaltserlaubnis nach §25 Abs. 5 AufenthG0
Aufenthaltserlaubnis aus anderen Gründen/ohne nähere Angabe2
Duldung aus gesundheitlichen Gründen (§60a Abs. 2 AufenthG)1

Duldung (ohne nähere Angabe)

1

Vorläufige oder endgültige Geltung der Bleiberechtsregelung 

0

Rückschiebung innerhalb Europas nach der Dublin II-Verordnung konnte verhindert werden

4
Weiterwanderung, um Familienzusammenführung zu ermöglichen
1
Legalisierung (ohne nähere Angabe)
1
andere Gründe/keine nähere Angabe1
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 13
untergetaucht 1
»freiwillig« ausgereist
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 1
beendete Kirchenasyle 2010 insgesamt 14



Kirchenasyle im Jahr 2009

Insgesamt sind für das Jahr 2009 27 Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet (zum Vergleich: 36 Kirchenasyle in 2008).

9 Kirchenasyle wurden im Jahr 2009 neu begonnen, 15 Kirchenasyle wurden beendet, davon14 mit positivem Ausgang (d.h. mindestens mit einer Duldung). In einem Fall konnte keine positive Lösung durch das Kirchenasyl erreicht werden, die betreffenden Personen tauchten aus Angst vor Abschiebung unter. Erstmalig spielt die Verhinderung der Rückschiebung innerhalb Europas nach der sog. Dublin II-Verordnung eine größere Rolle bei den positiven Ausgängen der Kirchenasyle; auch positive Entscheidungen von Härtefallkommissionen führten mehrfach zum gewünschten Ergebnis.

Mindestens 14 evangelische und 2 katholische Gemeinden, ein evangelischer Kirchenkreis, ein ökumenisches Netzwerk und eine diakonische Einrichtung gewährten mindestens 81 Personen Zuflucht, darunter waren mindestens 42 Kinder und Jugendliche. 

Hinzu kommen weitere stille Kirchenasyle, für die genaue Angaben naturgemäß schwieriger sind. Des Weiteren beherbergten viele Gemeinden – über die als Kirchenasyl öffentlich gemachten Fälle hinaus – vorübergehend Flüchtlinge in Gästewohnungen.


Tabelle 1/2009: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg 1
Bayern
Berlin 6
Brandenburg
Bremen
Hamburg 3
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen 1
Nordrhein-Westfalen 12
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen 1
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein 2
Thüringen 1
Gesamt 27


Tabelle 2/2009: Herkunftsländer


Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Türkei (überwiegend Kurden) 9
35
Tschetschenien 4 17
Kosovo (Roma)310
Afghanistan15
Armenien14
Algerien11
Eritrea11
Togo11
Afrika (ohne nähere Angabe)11
Irak11
Iran11
Pakistan11
Vietnam11
Ohne Angabe12


Tabelle 3/2009: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des Kirchenasyls: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
0
Anerkennung wegen politischer Verfolgung §51 AuslG/ §60 Abs 1 AufenthG, sog. kleines Asyl1
Aufenthaltserlaubnis wegen positiver Entscheidung der Härtefallkommission (§23a AufenthG)3
Aufenthaltserlaubnis nach §25 Abs. 5 AufenthG1
Aufenthaltserlaubnis aus anderen Gründen/ohne nähere Angabe0
Duldung aus gesundheitlichen Gründen (§60a Abs. 2 AufenthG)1

Duldung, dann Abschiebeschutz

1

Duldung (ohne nähere Angabe)

1

Feststellung eines Abschiebungsverbotes aus § 53 AuslG / § 60 Abs. 2-7 AufenthG

2
Vorläufige oder endgültige Geltung der Bleiberechtsregelung  0
Rückschiebung innerhalb Europas nach der Dublin II-Verordnung konnte verhindert werden 4
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 14
untergetaucht 1
»freiwillig« ausgereist 0
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl 0
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 1
beendete Kirchenasyle 2009 insgesamt 15


Kirchenasyle im Jahr 2008

Insgesamt sind für das Jahr 2008 36 Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet (zum Vergleich: 43 Kirchenasyle in 2007). 

15 Kirchenasyle wurden im Jahr 2008 neu begonnen, 18 Kirchenasyle wurden beendet, davon 15 mit positivem Ausgang (d.h. mindestens mit einer Duldung). In drei Fällen konnte keine positive Lösung durch das Kirchenasyl erreicht werden. Zweimal tauchten die betreffenden Personen aus Angst vor Abschiebung unter, in einem Fall erfolgte eine »freiwillige« Ausreise und Rückkehr ins Herkunftsland. 

Mindestens 22 evangelische und 3 katholische Gemeinden, zwei Klöster, ein ökumenisches Netzwerk und eine diakonische Einrichtung gewährten mindestens 113 Personen Zuflucht, darunter waren mindestens 59 Kinder und Jugendliche. 

Hinzu kommen weitere stille Kirchenasyle, für die genaue Angaben naturgemäß schwieriger sind. Des Weiteren beherbergten viele Gemeinden – über die als Kirchenasyl öffentlich gemachten Fälle hinaus – vorübergehend Flüchtlinge in Gästewohnungen.


Tabelle 1/2008: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg 2
Bayern
Berlin 6
Brandenburg
Bremen 1
Hamburg 4
Hessen 3
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen 3
Nordrhein-Westfalen 16
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein 1
Thüringen
Gesamt 36


Tabelle 2/2008: Herkunftsländer


Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Türkei (überwiegend Kurden) 11 47
Syrien (Kurden) 1 5
Kosovo (überwiegend Roma)517
Serbien-Montenegro (Roma/Ashkali)26
Tschetschenien215
Armenien27
Algerien22
Kamerun11
Kongo11
Liberia11
Togo22
Afrika (ohne nähere Angabe)25
Pakistan11
Iran (Azeri)11
Irak (Yezide)11
Ohne Angabe11


Tabelle 3/2008: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des Kirchenasyls: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
0
Anerkennung wegen politischer Verfolgung §51 AuslG/ §60 Abs 1 AufenthG, sog. kleines Asyl1
Aufenthaltserlaubnis wegen positiver Entscheidung der Härtefallkommission (§23a AufenthG)0
Aufenthaltserlaubnis nach §25 Abs. 5 AufenthG1
Aufenthaltserlaubnis aus anderen Gründen/ohne nähere Angabe4
Duldung aus gesundheitlichen Gründen (§60a Abs. 2 AufenthG)2

Duldung aus humanitären Gründen (§60a Abs. 2 AufenthG)

3

Duldung (ohne nähere Angabe)

3

Feststellung eines Abschiebungsverbotes aus § 53 AuslG / § 60 Abs. 2-7 AufenthG

1
Vorläufige oder endgültige Geltung der Bleiberechtsregelung  0
Andere Gründe/keine nähere Angabe 0
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 15
untergetaucht 2
»freiwillig« ausgereist 1
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl 0
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 3
beendete Kirchenasyle 2008 insgesamt 18


Kirchenasyle im Jahr 2007
Insgesamt sind für das Jahr 2007 43 Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet.

11 Kirchenasyle wurden neu begonnen, 18 Kirchenasyle konnten positiv beendet werden.

Mindestens 27 evangelische und vier katholische Gemeinden sowie vier ökumenische Netzwerke gewährten mindestens 120 Personen Zuflucht, darunter befanden sich 58 Kinder.

Hinzu kommen weitere stille Kirchenasyle, für die genaue Angaben naturgemäß schwieriger sind. Des Weiteren beherbergten viele Gemeinden – über die als Kirchenasyl öffentlich gemachten Fälle hinaus – vorübergehend Flüchtlinge in Gästewohnungen.

Tabelle 1/2007: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg 3
Bayern
Berlin 4
Brandenburg
Bremen
Hamburg 2
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen 6
Nordrhein-Westfalen 20
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen 2
Sachsen-Anhalt 3
Schleswig-Holstein 1
Thüringen 2
Gesamt 43


Tabelle 2/2007: Herkunftsländer


Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Türkei/Kurden 15 47
Kosovo (z.T. Roma) 8 31
Serbien 25
Mazedonien 24
Vietnam26
Kongo6
Äthiopien22
Angola12
Ghana11
Kamerun11
Uganda11
Tschetschenien 1 6
Armenien14
Algerien11
Griechenland11
Iran11
Aserbaidschan 11


Tabelle 3/2007: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des Kirchenasyls: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
0
Aufenthaltserlaubnis wegen positiver Entscheidung der Härtefallkommission (§ 23a AufenthG) 0

Duldung aus gesundheitlichen Gründen (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

0

Duldung aus humanitären Gründen (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

1

Duldung (keine nähere Angabe)

4

Duldung bzw. Zurückstellung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wegen erneuter Aufnahme in die Härtefallkommission

1

Feststellung eines Abschiebungsverbotes aus § 53 AuslG / § 60 Abs. 2-7 AufenthG

0

Vorläufige oder endgültige Geltung der Bleiberechtsregelung 

1

Abschiebung verhindert  (keine nähere Angabe)

1

Abschiebung ausgesetzt, warten auf Gerichtsurteil

2

Aufenthaltsgestattung, Zulassung Folgeverfahren

1
Keine Ausweisung möglich
1
Weiterwanderung 0
Heirat 0
Andere Gründe/keine nähere Angabe 6
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 18
untergetaucht 0
»freiwillig« ausgereist 0
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl 0
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 0
beendete Kirchenasyle 2007 insgesamt 18



Kirchenasyle im Jahr 2006
Insgesamt sind für das Jahr 2006 52 öffentliche Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet (zum Vergleich: 39 KA in 2005).
 
33 Kirchenasyle wurden im Jahr 2006 neu begonnen, 19 Kirchenasyle wurden beendet, davon 17 mit positivem Ausgang. Ein Kirchenasyl endete mit gewaltsamer polizeilicher Räumung und Abschiebung der Familie. In einem anderen Fall musste die Familie »freiwillig« ausreisen und konnte dafür dank des Unterstützerkreises IOM-Rückkehrhilfe erhalten.
 
Mindestens 37 evangelische und 8 katholische Gemeinden, ein Kloster und ein ökumenisches Netzwerk gewährten mindestens 159 Personen Zuflucht, darunter waren 89 Kinder und Jugendliche.
 
Hinzu kommen sogenannte stille Kirchenasyle, für die genaue Angaben naturgemäß schwieriger sind. Des Weiteren beherbergten viele Gemeinden – über die als Kirchenasyl öffentlich gemachten Fälle hinaus – vorübergehend Flüchtlinge in Gästewohnungen.


Tabelle 1/2006: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg 3
Bayern
Berlin 4
Brandenburg
Bremen
Hamburg 2
Hessen 1
Mecklenburg-Vorpommern 1
Niedersachsen 8
Nordrhein-Westfalen 21
Rheinland-Pfalz 1
Saarland
Sachsen 3
Sachsen-Anhalt 4
Schleswig-Holstein 1
Thüringen 3
Gesamt 52


Tabelle 2/2006: Herkunftsländer

Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Türkei/Kurden 15 53
Kosovo (z.T. Roma) 11 42
Serbien 416
Mazedonien (Albaner)13
Armenien und Aserbaidschan29
Kongo
Äthiopien22
Angola12
Ghana11
Liberia11
Uganda11
Togo 1 1
Algerien11
Vietnam26
Pakistan24
Iran22
Syrien 15
Ohne Angabe22


Tabelle 3/2006: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des KA: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
1
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
§ 51 AuslG/ §60 Abs. 1 AufenthG, sog. kleines Asyl
0

Aufenthaltserlaubnis wegen positiver Entscheidung der Härtefallkommission (§ 23a AufenthG)

1

Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG

0

Aufenthaltserlaubnis aus gesundheitlichen Gründen (§ 25 Abs. 3 AufenthG)

0

Aufenthaltserlaubnis aus anderen Gründen

0

Duldung aus gesundheitlichen Gründen (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

1

Duldung aus humanitären Gründen (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

0

Duldung (keine nähere Angabe)

3

Duldung bzw. Zurückstellung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wegen erneuter Aufnahme in die Härtefallkommission

3

Feststellung eines Abschiebungsverbotes aus § 53 AuslG / § 60 Abs. 2-7 AufenthG

1
Vorläufige oder endgültige Geltung der IMK-Bleiberechtsregelung nach § 104 a oder b AufenthG 2
Weiterwanderung 0
Heirat 0
zurück ins Asylverfahren, lebt wieder im Heim 0
andere Gründe/keine nähere Angabe 5
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 17
untergetaucht 0
»freiwillig« ausgereist 1
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl 1
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 2
beendete Kirchenasyle 2006 insgesamt 19



Kirchenasyle im Jahr 2005

Für das Jahr 2005 sind insgesamt 39 öffentliche Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet (zum Vergleich: 48 KA in 2004).

11 Kirchenasyle wurden im Jahr 2005 neu begonnen, 24 Kirchenasyle wurden beendet, davon 21 mit positivem Ausgang. In zwei Fällen entschieden die Betroffenen, »freiwillig« auszureisen, da es keine Aussichten auf einen positiven Ausgang mehr gab. Ein Kirchenasyl endete damit, dass die betreffende Person untertauchte.

35 evangelische, mindestens 3 katholische und 3 freikirchliche Gemeinden, in einigen Fällen auch ökumenische Netzwerke gewährten mindestens 122 Personen Zuflucht, darunter waren 62 Kinder und Jugendliche.

Hinzu kommen noch die sogenannten stillen Kirchenasyle, für die genauen Angaben naturgemäß schwieriger sind. Nach unseren Informationen gab es im Jahr 2005 mindestens 13 stille Kirchenasyle mit rund 25 Personen sowie drei ruhende oder vorübergehend ausgesetzte, jedoch weiterhin von der Gemeinde begleitete Kirchenasyle mit 17 Personen. Viele Gemeinden brachten über die als Kirchenasyl öffentlich gemachten Fälle hinaus in Gästewohnungen vorübergehend Flüchtlinge unter.



Tabelle 1/2005: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg 1
Bayern
Berlin 8
Brandenburg
Bremen
Hamburg 2
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern 1
Niedersachsen 5
Nordrhein-Westfalen 14
Rheinland-Pfalz
Saarland 1
Sachsen 2
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein 4
Thüringen 1
Gesamt 39


Tabelle 2/2005: Herkunftsländer
Bei den Zahlen der Herkunftsländer stellen kurdische Flüchtlinge aus der Türkei wie in den vergangenen Jahren mit Abstand die größte Gruppe, gefolgt von Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft:

Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Türkei/Kurden 20 83
Kosovo (z.T. Roma) 6 13
Togo 3 5
Kongo 1 3
Angola 1 1
Liberia 1 1
Algerien
1 1
Armenien und Aserbaidschan
1 5
Mazedonien (Albaner)
1 3
Bosnien
1 2
Pakistan
1 3
Sri Lanka
1 1
ohne Angabe
1 1


Tabelle 3/2005: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des KA: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
0
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
§ 51 AuslG/ §60 Abs. 1 AufenthG, sog. kleines Asyl
0

Aufenthaltserlaubnis wegen positiver Entscheidung der Härtefallkommission (§ 23a AufenthG)

4

Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG

1

Aufenthaltserlaubnis aus gesundheitlichen Gründen (§ 25 Abs. 3 AufenthG)

1

Aufenthaltserlaubnis aus anderen Gründen

1

Duldung aus gesundheitlichen Gründen (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

4

Duldung aus humanitären Gründen (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

1

Duldung (keine nähere Angabe)

2

Feststellung eines Abschiebungsverbotes aus § 53 AuslG / § 60 Abs. 2-7 AufenthG

2

Feststellung eines sonstigen Abschiebungsverbotes oder inländischen Vollzugshindernisses (§ 60a Abs. 2 AufenthG)

1

Gewährung von Abschiebeschutz aus humanitären Gründen (Einzelheiten unklar)

2
Weiterwanderung
Heirat
zurück ins Asylverfahren, lebt wieder im Heim 1
andere Gründe/keine nähere Angabe 1
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 21
untergetaucht 1
»freiwillig« ausgereist 2
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 3
beendete Kirchenasyle 2005 insgesamt 24


Kirchenasyle im Jahr 2004
Insgesamt sind für das Jahr 2004 48 öffentliche Kirchenasyle in unserer Liste verzeichnet (zum Vergleich: 38 KA in 2003).

19 Kirchenasyle wurden im Jahr 2004 neu begonnen, 22 Kirchenasyle wurden beendet (wobei in 2 Fällen zunächst nur ein Teil der Personen eine Duldung bekam, die Restfamilie in 2005), davon 17 mit positivem Ausgang, sofern man eine Weiterwanderung auch als positiv bezeichnen kann (1 Fall). Zwei Fälle wurden mit Blick auf das Zuwanderungsgesetz vorübergehend ausgesetzt.

38 evangelische, 5 katholische sowie 2 freikirchliche Gemeinden gewährten 159 Personen Zuflucht, darunter waren 84 Kinder und Jugendliche.

Hinzu kommen noch die sog. stillen Kirchenasyle, für die genaue Angaben naturgemäß schwieriger sind. Nach unseren Informationen gab es im Jahr 2004 19 stille Kirchenasyle mit rund 40 Personen.

Tabelle 1/2004: Verteilung nach Bundesländern

Bundesland Anzahl der Fälle
Baden-Württemberg 3, davon 2 zeitweise ausgesetzt
Bayern 0
Berlin 5
Brandenburg 1
Bremen 1
Hamburg 4
Hessen 1
Mecklenburg-Vorpommern 0
Niedersachsen 5
Nordrhein-Westfalen 20
Rheinland-Pfalz 0
Saarland 1
Sachsen 3
Sachsen-Anhalt 0
Schleswig-Holstein 4
Thüringen 0
Gesamt 48

Tabelle 2/2004: Herkunftsländer

Bei den Zahlen der Herkunftsländer stellen kurdische Flüchtlinge aus der Türkei wie in den vergangenen Jahren mit Abstand die größte Gruppe, gefolgt von Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft:

Herkunftsland Fälle Personen insgesamt
Türkei/Kurden 29 119
Kosovo 4 10
Kongo 3 5
Vietnam 1 5
Roma 1 5
Togo 2 4
Mazedonien (Albaner) 1 3
Sri Lanka (Tamilen) 2 2
Bosnien 1 2
Ukraine 1 1
Palästina/Algerien 1 1
Liberia 1 1
Afrika (ohne nähere Angabe) 1 1

Tabelle 3/2004: Mit welchem Ergebnis für die Flüchtlinge wurde das Kirchenasyl beendet?

Ende des KA: Anzahl:
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
Art. 16 GG
0
Anerkennung wegen politischer Verfolgung
§ 51 AuslG/ §60 Abs. 1 AufenthG, sog. kleines Asyl
0
nach § 53 AuslG/ §60 Abs. 2-7 AufenthG 0
Aufenthaltsbefugnis 1
Aufenthalt (?) 1
Duldung (in 2 Fällen nur für einen Teil der Familie) 6
Heirat 3
Weiterwanderung 1
andere Gründe/keine nähere Angabe 7
insgesamt erfolgreiche Kirchenasyle 19
untergetaucht 2
Räumung und Abschiebung aus dem Kirchenasyl 1
insgesamt nicht erfolgreich beendete Kirchenasyle 3
insgesamt: 22
ausgesetzt wegen Zuwanderungsgesetz 2